Behandlungspflege

Behandlungspflege nach SGB V

Die Behandlungspflege bezieht sich auf diejenigen medizinischen Tätigkeiten, die ein Arzt einem Pflegedienst aufträgt, bzw. deligiert. Um Behandlungspflegen erhalten zu können, benötigt man übrigens keinen Pflegegrad.

Die deligierten Leistungen werden auf einer sogenannten "Verordnung" festgehalten, die dem Patienten im Idealfall direkt mitgegeben wird. Meistens teilt jedoch der Art seinem Patienten mündlich mit, er soll sich mit einem Pflegedienst in Verbindung setzen.

Wenn sich ein Patient nun für uns entscheidet, erhält sein Arzt in diesem Fall ein Fax mit einer Verordnungs-Bestellung, die dann von den Angehörigen / Patienten abgeholt werden.
Ist der Patient nicht in der Lage dazu, und hat auch keine andere Möglichkeit, holen wir die Verordnung ab.

Diese Verordnung wird dann vom Patienten unterschrieben und von uns ausgefüllt, bevor sie zwecks Genehmigung an die Krankenkasse des Patienten weiterleitet wird.
Die Krankenkasse stellt wiederum 10 Euro Zuzahlung pro Verordnung ( wie bei Medikamenten ), und 10 Prozent der Kosten pro Tag - für höchstens 28 Tage im Kalenderjahr- in Rechnung, die dann dem Patienten zugeschickt wird.
Wird eine Verordnung das erste Mal ausgestellt, so ist sie durch den Arzt zunächst auf 14 Tage beschränkt. Danach werden - je nach Bedarf - weitere Verordnungen ausgestellt, die üblicherweise ein Quartal lang gültig sind, zumindest aber länger als 2 Wochen.

Behandlungspflegen sind in verschiedene Gruppen unterteilt, die von unserem qualifizierten Fachpersonal durchgeführt werden.

Es gibt mittlerweile immer mehr Krankenkassen, die Verordnungen nicht genehmigen. Das heißt, der Patient würde somit keine Hilfe erhalten, weil der Pflegedienst nicht unendgeldlich arbeiten kann, da auch er hohe laufende Kosten hat. Wenn Sie einen solchen Brief erhalten sollten, geraten Sie nicht in Panik. Sprechen Sie ruhig mit uns, wir werden Ihnen helfen, Widerspruch einzulegen.

Als Privatpatient erhalten Sie die Verordnung, sowie die Rechnung, die Sie an uns begleichen. Sie erhalten dann von Ihrer Krankenkasse den Betrag entsprechend zurück.

Eine Verordnung besteht aus mehreren Din A 4 großen Blättern. Ganz unten sehen Sie ein Beispiel.



Eine Übersicht über unsere Leistungen finden Sie hier:

Blutdruck- und Blutzuckermessung z.B. bei Diabetes Mellitus oder Bluthochdruck
   
Vorbereiten und Verabreichen von Medikamenten Es können Tagesdosetten oder Wochendispenser hergerichtet werden
   
Injektionen: intramuskulär (i. m.) und subkutuan (s. c.) z. B. Insulinspritzen bei Diabetikern oder Thrombosespritzen nach einer Operation
   
Wundversorgung und Verbandswechsel Wir können im Bedarfsfall Kontakt zu einem speziellen Wundmanagement und Ihrem Arzt herstellen, z.B. wenn der ärztlich verordnete Verband nicht den gewünschten Erfolg erzielt
   
Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen Ab Kompressions-Klasse II ( die Standard-Klasse )
   
Stützende und stabilisierende Verbände anlegen Kompressionsverbände
   
Behandlung eines Dekubitus  
   
Portversorgung Führen wir leider nicht durch
   
Absaugen der oberen Luftwege durch Mund und Nase Bitte sprechen Sie uns diesbezüglich an
   
Inhalation  
Stomaversorgung, Versorgung von suprapubischen Kathetern und einer Ernährungssonde z.B. Colostoma, Urostoma, Blasenkathetern oder bei enteraler Ernährung
   
Katheterwechsel, Blasenspülung Suprapubische Blasenverweilkatheter ( Blasenkatheter durch die Bauchdecke ) werden von einem Urologen gewechselt
   
Einläufe Bei Verstopfung